(D.3) Grabmal für die Ewigkeit

Auf der Geländerstufe, auf der heute die Stierenweid und der Burgerwald liegen, wurden in urgeschichtlicher Zeit zahlreiche Grabhügel angelegt. Dies ist seit langem bekannt; wissenschaftlich untersucht ist bisher aber keiner.
Viele der Grabhügel sind im Laufe der Jahrhunderte durch Erosion oder die landwirtschaftliche Nutzung verschwunden. Andere sind bis auf ihren schützenden Steinkern abgetragen. In verschiedenen urgeschichtlichen Epochen wurden die Toten in Grabhügeln bestattet. In solchen Hügeln können einzelne Personen, aber auch ganze Gruppen wie in einem Familiengrab beigesetzt sein. Es kommen sowohl Körper- als auch Urnenbestattungen vor.

Die Gegend entlang des Jura-Südfusses war ursprünglich sehr reich an Grabhügeln. Erhalten blieben sie aber nur in Wäldern, wo sie besser geschützt sind als im freien Feld. Etliche sind archäologisch untersucht, etwa die Grabhügelnekropole von Subingen-Erdbeereinschlag oder auch ein einzelner Hügel im Rütihofwald zwischen
Niederbipp und Oberbipp. Aus ihnen stammen Funde, die in die ältere Eisenzeit (Hallstattzeit, ca. 800-450 v. Chr.) datieren. Urgeschichtliche Grahügel galten noch lange als Orte der Verehrung. So gibt es zum Beispiel Grabhügel in der Unterhard bei Langenthal oder im Rüchihölzli bei Bannwil, die in der Römerzeit und im frühen Mittelalter wieder als Bestattungsplatz dienten.

Illustration eines Grabhügels | Quelle: ProJuraBipperamt
Grabbeilagen | Quelle: ProJuraBipperamt
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